Startseite » Frauen » 1. Bundesliga Frauen » Trier und Metzingen trennen sich vor 1500 Fans unentschieden

Trier und Metzingen trennen sich vor 1500 Fans unentschieden

Trier und Metzingen trennen sich vor 1500 Fans unentschiedenZoom
Trier und Metzingen trennen sich vor 1500 Fans unentschiedenFoto: Eibner-Pressefoto
06.01.2013 - 00:39 Uhr

Die Trierer Miezen haben am Samstagabend ein 32:32 (11:18) Remis gegen den direkten Konkurrenten aus Metzingen erkämpft. Vor 1498 Zuschauern in der stimmungsvollen Arena Trier gab es ein Herzschlagfinale mit Happy End für die Miezen. Die Trierer Bundesligahandballerinnen liegen damit zwar weiter auf einem Abstiegsplatz, haben aber auf Metzingen und Weibern jeweils nur einen Punkt Rückstand. 

 Prinzipiell ist es ein Start nach Maß ins neue Jahr für die Miezen: Das Team von Trainer Jörn Ilper bleibt im Jahr 2013 weiter ungeschlagen. Nach dem sensationellen Kantersieg gegen Blomberg-Lippe am vergangenen Sonntag gelang den Miezen am Samstagabend erneut ein Punktgewinn. Gegen das Team der TuS Metzingen hoffte man auf einen Sieg und den damit verbundenen Abschied von den Abstiegsrängen. Am Ende feierte das Trierer Publikum jedoch einen Punktgewinn wie im Rausch. 

 Die Partie begann ausgeglichen, doch sowohl im Angriff als auch in der Abwehr präsentierte sich Trier weniger stark als am vergangenen Wochenende. Doch solange Zelmel, Vallet und vor allem Schmele trafen, lief alles im Rahmen nach Plan und die Partie offen. Doch dann kam der Miezenexpress ins Stocken: Schmele musste immer wieder Rückraumschüsse nehmen und scheiterte dabei zunehmend häufig an Sabine Stockhorst im TuS-Tor. Das Resultat: Ein satter 11:18-Rückstand zur Pause. 

 Aus der Kabine kam dann aber eine völlig verwandelte Trierer Mannschaft. Begeistert spielte das Team nach vorne und eroberte in der Abwehr Ball um Ball. Einzig ein wenig Pech im Abschluss und die ein oder andere Entscheidung auf Stürmerfoul verhinderten, dass die Miezen das Spiel bereits nach wenigen Minuten im zweiten Durchgang zu ihren Gunsten drehen konnten. So blieb es bei einem 3-5 Tore großen Rückstand, den das Team mühsam abarbeitet. Insgesamt waren die Miezen im zweiten Abschnitt das wachere und bessere Team, nachdem Metzingen die Triererinnen in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit förmlich überrannt hatte. 

 So wurde es immer spannender. Noch gut vier Minuten vor dem Ende der Partie führte Metzingen mit 28:32 scheinbar sicher. Doch Tor um Tor fiel für Trier und 27 Sekunden vor Schluss eroberte die Miezenabwehr beim Stand von 31:32 den Ball. Ilper nahm seine letzte Auszeit und Sekunden vor Schluss hämmerte Carolin Schmele den Ball in den Winkel. Für die TuS blieb keine Zeit für eine Antwort und so hingen wie nach dem verpatzten Heimspiel gegen Trier wieder einmal die Köpfe im Team von Edina Rott. 

 Insgesamt geht das Remis damit sehr in Ordnung, meint auch Miezencoach Jörn Ilper: "Wenn man 60 Minuten lang nicht ein Mal führt, dann muss man mit einem Punkt zufrieden sein!", so der Trainer, der statt des blanken Ergebnisses lieber die mentale Seite in den Vordergrund rückt: "Wir haben aus dem Blomberg-Spiel viel Auftrieb bekommen und heute haben wir uns wieder bewiesen, was Einsatz und Kampf bis zur letzten Sekunden ausmachen können. Mit diesen Tugenden werden wir die nötigen Punkte holen können!" 

 Trier liegt nun einen Zähler hinter den punktgleichen Teams aus Metzingen und Weibern auf dem 11. Tabellenrang. Im direkten Duell mit Weibern am 16. Februar in Koblenz könnte also eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen. Die Miezen haben nach den drei Punkten aus zwei Spielen nun wieder alle Chancen dazu. Bevor es nach Koblenz geht, muss Trier aber gegen Leipzig, Erfurt, Buxtehude und Oldenburg beweisen, dass auch gegen die vier leistungsmäßig dem Rest der Liga weitgehend enteilten Top-Teams ordentliche Resultate möglich sind. Nur so kann der Aufschwung bis in den Februar getragen werden, wenn das erste von sechs aussichtsreichen Spielen ansteht. 

  •  
  • 0 Kommentar(e)

  •  

Du hast keine Berechtigung einen Kommentar zu hinterlassen. Melde Dich hier an.

Zurück

Handball-Vereins-App