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HG Saarlouis holt sich in Aue vierten Auswärtssieg

28.12.2012 - 13:55 Uhr

Abwehrschlacht im Hexenkessel Erzgebirgshalle: 1850 Fans sahen in Aue das i-Tüpfelchen auf die spannenden Vorrunde in der eingleisigen 2. Bundesliga. Am Ende hatten die Saarländer dank eines Riesen-Kampfspiels in der Abwehr, eines sensationell haltenden Darius Jonczyk und der größeren Cleverness in der Schlussphase das bessere Ende für sich. Das 23:26 (12:13) ist für das Team von Goran Suton verdienter Lohn für eine tolle intensive Arbeit in den letzten Monaten. Die HG Saarlouis "überwintert" jetzt auf Tabellenplatz 11 und ist damit mit der ersten Saisonhälfte absolut zufrieden.

"Dirigent" Dado Grgic, der "eiskalte Vollstrecker" Dirk Holzner, ein treffsicherer Tim Suton und ein Darius Jonczxk, der hinter einer Abwehrwand die Auer Schützen schier zur Verzweiflung brachte, waren die Eckpfeiler dieses Erfolges. Goran Suton war nach dem Spiel hochzufrieden. Die taktischen Vorgaben hätte das Team 1:1 umgesetzt und alle Spieler hätten ihren Anteil an diesem wichtigen Auswärtserfolg gehabt. Und auch die Tatsache, dass man in den letzten zehn Spielminuten weder mental noch physisch einen Kräfteverschleiß bemerkt habe, sei eine Stärke, die sich die Mannschaft in den letzten Monaten erarbeitet habe. Während der gesamten 60 Minuten, so ein hocherfreuter Team-Manager Richard Jungmann, habe sich die Mannschaft weder von der tollen Hexenkessel-Stimmung in der Erzgebirgshalle, noch vom Spielverlauf nervös machen lassen. Zu jeder Zeit habe die Mannschaft an sich geglaubt und Anschluss gehalten, um dann in den entscheidenden Situationen clever zurückzuschlagen. "Schade nur, dass das unsere Fans nicht sehen konnten." so Jungmann.

Dabei waren die Saarländer "langsam" ins Spiel gekommen, lagen nach sechs Minuten mit 1:4 hinten, ließen in der Folge aber nicht weiter abreissen. Als Veseley und Marcel Schäfer  nach 12 Minuten das Ergebnis mit einem Doppelschlag auf der Hallenanzeige auf 6:3 gestellt hatten, nahm Goran Suton seine erste Auszeit, sortierte sein Team neu. Danach lief es besser. Steffen Fischer netzte zweimal ein und Tim Suton sorgte mit seinem ersten Treffer im Spiel in der 15. Minute für den 6:6-Gleichstand. Vier Minuten später brachte der wieselflinke Dirk Holzner sein Team beim 7:8 erstmals in Führung. Beim 8:9 (20.) zog dann auch Runar Sigtryggssun zum ersten Mal den grünen Karton und rief seine Mannen zur Ordnung.  Auch bei den Gastgebern zeigte diese erste Ansprache ihres Coaches Wirkung. David Hansen und Jan Faith sorgten bis zur 25. Minute wieder für die 10:9-Führung der Gastgeber. Und es blieb auch in der Schlussphase der ersten 30 Minuten eng. Saarlouis glich durch Merten Krings wieder aus. Das i-Tüpfelchen setzte dann mit dem Pausenpfiff Jugend-Nationalspieler Yves Kunkel, der zunächst noch inaktiv gewesen war, dann aber kurz vor der Pause von seinem Coach "aktiviert" wurde. Er traf im Gegenstoß aus 15 Metern zur 13:12-Pausenführung für die Saarländer.

Doch diese Führung hielt nicht lange. 17 Sekunden nach Wiederanpfiff glich David Hansen aus und 3 Minuten später führten die Erzgebirgler wieder (14:13). Und sie bauten ihren Vorsprung zunächst auf auf zwei Tore (16:14, 36.) und dann sogar wieder auf drei Tore (22:19, 49.) aus. Taktikfuchs Goran Suton zog noch einmal den grünen Karton und schwor sein Team auf die "entscheidenden letzten 10 Spielminuten" ein. Tim Suton hatte wohl am besten zugehört und netzte wenig später zum 22:20 ein. Aue-Coach Sigtryggsun ahnte wohl Schlimmes, denn auch er bat seine Mannschaft zum Gespräch. Doch das nutzte nicht wirklich was. Bombensicher versenkte Dirk Holzner auch seinen vierten Siebenmeter zum 22:21-Anschluss-Treffer. 43 Sekunden später war es der Aussen auf der anderen Seite, Otto Fetser, der in der 53. Minute zum wichtigen 22:22-Ausgleich traf. Saarlouis agierten in der Folge clever. Abwehrchef Lukasz Czertowicz brachte die Saarländer beim 22:23 wieder in Front und Sigtryggssun dazu, gleich nochmals die Auszeit zu nehmen.  Aber auch die nutzte nix. Gleich darauf versenkte wieder der erst 16jährige Jugendnationalspieler Tim Suton mit seinem 6. Treffer zum vorentscheidenden 22:24 (57.).

Noch 2 Minuten 40 Sekunden standen auf der Uhr, als die Unparteiischen Philipp Kessler auf die Strafbank schickten. 15 Sekunden danach schaffte der bis dahin völlig von der HG-Abwehr völlig abgemeldete Dener Jaanimaa mit seinem einzigen Tor nochmals den 23:24-Anschluss.

Eineinhalb Minuten vor dem Ende ging es dann mit 5 gegen 5 weiter. Mägi musste für den Rest der Partie von der Platte. Die endgültige Entscheidung dann 1:13 Minuten vor dem Schlusspfiff, als Merten Krings sich durchtankt und zum 23:25 verwandelt. Aue ist geschlagen und Bartosz Janiszewski setzt 18 Sekunden vor Ende mit dem 23:26 den Schlusspunkt hinter ein gelungenes Spiel, einen tollen Kampf und eine Klasse-Hinrunde in der eingleisigen 2. Liga.

Saarlouis: Holzner 7/4, Tim Suton 6, Fetser 4, Fischer 3, Krings 2, Grgic 1, Czertowicz 1, Kunkel 1, Janiszewski 1

Aue: Faith 5, Hansen 4, Roch 4, Meinhardt 3, Vesely 3/1, Schäfer 2, Jaanimaa 1, Uematsu 1

Zeitstrafen in Minuten: HGS 10, Aue 6
Siebenmeter: HGS 4/4, Aue 2/1
Zuschauer: 1850
Schiedsrichter: Porebska/Schween

Quelle: HG Saarlouis
Autor: Handball.de
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