Die stete Suche nach der Überraschung - Miezen gegen VfL Oldenburg
Die Trierer Miezen treffen am Sonntagnachmittag (16:00, Arena Trier) im nächsten Heimspiel auf den VfL Oldenburg. Das Team von Dago Leukefeld will nach der klaren Niederlage gegen den Buxtehuder SV vom vorigen Wochenende die Partie diesmal wieder bis zum Schluss offenhalten und hofft auf eine Überraschung. Gegen den Tabellendritten entspricht das einer schweren Aufgabe.
Dago Leukefeld hofft an diesem Wochenende gleich doppelt. Einerseits ist der Thüringer sehr erfreut über die guten Trainingsleistungen der eigenen Mannschaft: „Alle haben sich voll reingahangen und ganz besonders die Serbinnen haben Vollgas gegeben.“ Andererseits weiß der Miezentrainer auch, dass mit dem VfL Oldenburg wieder ein überlegener Gegner in die Arena kommt und Verfolger Celle bereits am Samstag die Gelegenheit hat, mit einem Überraschungssieg ihrerseits nach Punkten mit den Miezen gleichzuziehen: „An diesem Wochenende spielt Celle gegen Bad Wildungen, da habe ich schon Bauchweh, dass etwas Unerwartetes passieren könnten.“, gibt Leukefeld unumwunden zu.
Gegner Oldenburg nimmt die Partie in Trier derweil nicht auf die leichte Schulter und reist bereits einen Tag zuvor an. Die Gefährlichkeit der Miezen vor eigener Kulisse hat sich längst herumgesprochen und der VfL will nicht als erster Favorit dieser Atmosphäre in der Arena Trier zum Opfer fallen. Zugleich beweist der VfL in dieser Saison in ganz besonderem Ausmaß Charakter. Nach der Insolvenz des Hauptsponsors in der letzten Saison mussten Spielerinnen Gehaltseibußen in Kauf nehmen und Trainer Leszek Krowicki auch personell kleinere Brötchen backen. Doch die vorhandenen Mittel wurden sichtlich perfekt eingesetzt, sodass Oldenburg als Tabellendritter an die Mosel reist. Der Verzicht am kostenintensiven Europapokal scheint eine goldrichtige Entscheidung gewesen zu sein.
Bei den Miezen wird auch in diesem Spiel wieder die Jugend wesentlichen Anteil am Geschehen auf der Platte haben; denn Dago Leukefeld setzt weiter voll auf ein neues und zugleich bewährtes Konzept. Im Interview mit der Hallenzeitung Freiwurf beschreibt er, wie seine Zukunftsvorstellung für die Miezen und die Bundesliga insgesamt aussieht. Am Sonntag aber gilt es für den Trierer Bundesligahandball erst einmal wieder, alle Kräfte zu bündeln, um jeden möglich Zähle für den sportlichen Klassenerhalt einzusammeln. Dass die vielen treuen Fans der Triererinnen dazu wieder rege in die Arena pilgern werden, darauf hoffen die Miezen ganz besonders. Die Zuschauerzahl in eigener Halle taugte bislang stets als Gradmesser für den Erfolg im jeweiligen Saisonspiel.
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