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Der 9. Spieltag der Handball-Bundesliga der Frauen 2015/2016 im Überblick

Linda Mack (SG BBM Bietigheim, 6) wirft aus dem RückraumZoom
Linda Mack (SG BBM Bietigheim, 6) wirft aus dem RückraumFoto: Eibner-Pressefoto
30.12.2015 - 09:35 Uhr

29.12.2015 19:00 TuS Metzingen - BVB 09 Dortmund 26:32 (14:15)
 

30.12.2015 18:00 Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe 29:32 (12:16)

Der Buxtehuder SV wollte sich bis zum Ende der Hinrunde den Europapokal-Plätzen annähern, erlebte zunächst aber eine böse Überraschung. Am Mittwochabend unterlagen die Norddeutschen vor 1600 Zuschauern in der ausverkauften Halle Nord dem Tabellennachbarn HSG Blomberg-Lippe unnötig aber verdient mit 29:32 (12:16) und ist auf den neunten Platz abgerutscht. Überragende Werferin bei den Gästen war Gordana Mitrovic mit 11 Treffern, für den BSV trafen Lone Fischer und Jessica Oldenburg (je 6) am besten.

Buxtehude begann konzentriert und erspielte sich dank eines sehr beweglichen Angriffsspiels schnelle eine 3:1-Führung. Lone Fischer eröffnete das Spiel mit ihrem ersten Treffer, Friederike Gubernatis legte doppelt nach. Auf Blomberger Seite Schon spielte sich früh schon die an diesem Tag überragende Gordana Mitrovic in den Vordergrund und erzielte die ersten drei Tore für die Gäste. Als Nationalspielerin Franziska Müller zum 4:3 (19.) für die Lipperinnen traf, nahm BSV-Trainer Dirk Leun seine erste Auszeit.

Diese zeigte zunächst jedoch keine Wirkung, Blomberg erhöhte vielmehr durch Mitrovic und Großheim auf 6:3. Buxtehude konnte sich erholen und glich durch Treffer von Isabell Klein, Laura Schultze und Randy Bülau zum 6:6 (16.) aus. Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner der 1600 Zuschauer, dass es der letzte Ausgleich dieses Spiels sein sollte.

Der Tabellenachte aus Blomberg präsentierte sich nach der fünfwöchigen Pause frisch und motiviert, Buxtehude hingegen wirkte mit zunehmender Spieldauer ein wenig schwerfällig und zu passiv. In der Abwehr fehlte die Beinarbeit, sodass große Lücken klafften und der Blomberger Rückraum kaum gestört wurde. Im Angriff häuften sich technische Fehler und die Würfe aus dem Rückraum fanden zu selten ihr Ziel. Entsprechend bauten die Gäste ihren Vorsprung bis zur Pause auf 16:12 aus. 

In der zweiten Hälfte bot sich den Besuchern ein ähnliches Bild. Buxtehude war bemüht und kam immer wieder heran, so wie beim 18:19 (39.) oder 19:20 (41.) jeweils durch Treffer von Jessica Oldenburg. Allerdings gelang es dem Pokalsieger nie, das Spiel zu drehen, weil sich im entscheidenden Moment Fehler und Fehlwürfe abwechselten und auf der anderen Seite die junge Blomberger Mannschaft clever agierte und ihre Chancen nutzte. Auch der zwischenzeitliche Torwartwechsel von Antje Lenz auf Julia Gronemann brachte nicht die erhoffte Wirkung.

Es folgte die vielleicht beste Phase der Gäste. Bis zur 53. Minute hielt die Mannschaft von André Fuhr nicht nur den Vorsprung, sie baute ihn sogar auf. Von 20:19 setzte sich Blomberg zunächst auf 24:19 (44.), später sogar auf 27:21 (48.) ab. Als Gordana Mitrovic ihre Mannschaft sieben Minuten vor Schluss mit ihrem 10. Treffer mit 30:24 in Führung warf, schien die Vorentscheidung gefallen. 

Aber Buxtehude fand sein Kämpferherz wieder und kam durch vier Tore in Folge noch einmal auf 28:30 (58.) heran, doch ein weiterer Fehlpass und der 11. Treffer von Mitrovic beendeten die Buxtehuder Träume auf ein Happy End. Am Ende gewann die HSG Blomberg-Lippe verdient mit 32:29 und zieht in der Tabelle am BSV vorbei, der auf Platz 8 abgerutscht ist.

Schon am kommenden Samstag muss die Mannschaft von Trainer Dirk Leun im Auswärtsspiel beim SVG Celle antreten. Auch wenn nur wenig Zeit und nur eine Trainingseinheit zur Verfügung steht, muss sich die Mannschaft in vielen Bereichen steigern, um zwei wichtige Zähler aus Celle mitzunehmen. 

BSV: Lenz, Gronemann; Grell, Klein 3, Schultze 1, Fischer 6/2, Bülau 4, Schulz 2, Gubernatis 2/1, Podpolinski 3, Heinrich, Oldenburg 6, Bölk, Hayn 2, Prior.

Blomberg: Monz, Veith; Rüffieux 3, Klaunig 3, Müller 5, Pavlovic 5/2, Buklarewicz, Pichlmeier, Bormann-Rajes 3, Großheim 1, Mitrovic 11, Stolle, Huber 1, Cardoso de Castro.

Stimmmen:

André Fuhr, Trainer HSG Blomberg-L.:  „Ich war schon oft in Buxtehude, habe aber nur selten Grund zur Freude gehabt. Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft und diese grandiose Leistung. Wir wussten, dass Buxtehude derzeit nicht die Stabilität hat wie in den letzten Jahren. Irgendwann haben wir angefangen, daran zu glauben, dass wir hier was holen können und haben es trotz einiger kleiner Schwächephasen nach Hause gebracht.“

Dirk Leun: „Glückwunsch an André Fuhr und seine Mannschaft, dieser Sieg war absolut verdient. Blomberg war aggressiver, wacher und mehr bereit gewinnen zu wollen. Wir hingegen müssen enttäuscht sein von der Leistung, die wir geboten haben. Das war in vielen Bereichen mangelhaft, wir haben zu viele Fehler gemacht und zu viele Chancen vergeben. Diese Niederlage ist ein schwerer Rückschlag, mit dem wir angesichts der kurzen Vorbereitungszeit auf das nächste Spiel umgehen müssen. Es gibt viel zu tun, wir müssen aus diesem Spiel die Lehren ziehen und noch disziplinierter und härter arbeiten.“

 
30.12.2015 18:00 HC Leipzig - SGH Rosengarten-Buchholz 34:19 (16:9)

Der HCL hat das letzte Spiel des Jahres souverän gegen Aufsteiger Rosengarten/Buchholz mit 34:19 gewonnen. In der Partie gegen die vom Verletzungspech verfolgten Niedersächsinnen gingen die Leipzigerinnen schnell in Führung, spielten überzeugend und bauten die sichere Führung kontinuierlich bis zum Schlusspfiff aus,

Erfolgreichste HCL-Werferin war Kreisspielerin Luisa Schulze mit sieben Treffern. In der Partie gegen den Tabellenvorletzten bekamen alle spielfähigen Akteurinnen von Cheftrainer Norman Rentsch Einsatzzeit und Spielpraxis. "Für uns war es wichtig nach der langen WM-Pause wieder in Tritt zu kommen. Wir hatten nur drei gemeinsame Trainingstage und sind die Partie so angegangen, wie wir uns es vorgenommen haben." blickte Norman Rentsch zufrieden auf den letzten Heimauftritt seiner Mannschaft zurück.

 
30.12.2015 19:30 Thüringer HC - Frisch Auf Göppingen 26:18 (14:9)

Mit einem 26:18 (14:9) Arbeitssieg bezwang der Thüringer HC im letzten Spiel des Jahres das Team von Frisch Auf Göppingen.  Svenja Huber gelangen acht Tore für den Thüringer HC - drei davon aus Strafwürfen. Klaudia Pielesz (Göppingen) erzielte mit sechs Treffern die meisten Tore für die Gäste.

Der THC ging gleich im ersten Angriff durch Katrin Engel per Aufsetzer mit 1:0 in Führung. In der Anfangsphase war das Spiel ausgeglichen. Die Thüringerinnen gingen in Führung und Göppingen glich stets aus. Eliza Buceschi übernahm die Führungsrolle im Angriffsspiel und machte ihre Sache gut. Drei Treffer konnte sie bereits bis zur 5:4 Führung beisteuern. Danach stabilisierte sich die Abwehr des Deutschen Meister und konnte einige Bälle abfangen und so Tempogegenstöße laufen. So Svenja Huber zum 8:5. Doch die Gäste aus Göppingen blieben dran und ließen sich nicht abschütteln. Vor allem gegen die Würfe von Klaudia Pielesz fand die Abwehr keine Mittel. Der größten Spielerin auf dem Feld gelangen so in der Anfangsviertelstunde aus dem zweiten Stock fünf Treffer. Im THC-Angriff gab es jetzt Missverständnisse und technische Fehler, die zu Ballverlusten führten. Nach einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung schmolz diese wieder beim 11:9 durch Anja Brugger auf zwei Tore zusammen.(20. Minute) Herbert Müller zog die Notbremse und bat sein Team zum Gespräch. Die Auszeit zeigte Wirkung und die Thüringerinnen gingen nun konzentrierter zu Werke. Jetzt wurde offensiver auf die Göppinger Werferinnen gedeckt, was Wirkung zeigte. Jana Krause,  für Dinah Eckerle ins THC-Tor gewechselt, konnte mehrfach gut parieren. Es blieb aber auf beiden Seiten ein zerfahrenes Spiel. Bis zur Pause ließ der THC zehn Minuten lang keinen Göppinger Treffer zu, konnte aber selbst auch nur drei Tore erzielen - in die Kabine ging es mit einem  14:9 - Pausenstand.

Jana Krause parierte zu Beginn der zweiten Hälfte zweimal stark und gab die Vorlage für das 15:9. Audrey Deroin erzielte damit ihr erstes Tor im THC-Trikot. Göppingens Torhüterin Jessica Jochims bekam vorerst noch keine Hand an den Ball - ihre Vorderleute erlaubten den THC-Spielerinnen bis zum 18:9 gleich eine ganze Reihe leichter Tore. In der 35.Minute gelang dann Katrin Engel mit dem 19:9 die erste Zehn-Tore-Führung. In der Folge stockte der Angriffsmotor der Thüringerinnen - Ballverluste machten Göppingen wieder gefährlich und Klaudia Pielesz startete mit ihrem sechsten Treffer eine Aufholjagd. So stand es in der 48.Minute nach einem verworfenen Strafwurf von Eliza Buceschi nur noch 21:15. Viele Wechsel beim THC hatten noch keine überzeugende taktische Linie erkennen lassen. Herbert Müller schickte als siebte Feldspielerin Kerstin Wohlbold ins Feld - aber Göppingen hatte beim Lattentreffer von Sonja Frey zuerst Glück und im nächsten Angriff eine nervenstarke Jessica Jochims, die der bis dahin sicheren Svenja Huber den Strafwurf "abkaufte". Im dritten Anlauf wurde Katrin Engel freigespielt, die auf 23:16 erhöhen konnte. Dann gelang Natalia Reshetnikova nach langer Verletzungspause aus spitzestem Winkel ein schöner Treffer. Die Gäste blieben aber gefährlich und ließen den THC nicht weiter enteilen. Großen Anteil an der starken Göppinger Nachpausenleistung hatte Jessica Jochims, die ihre tolle Tagesleistung mit einem in der letzten Spielminute gehaltenen Strafwurf von Katrin Engel krönte. Das 26:18 am Ende dürfte den Gästen viel Mut für die kommenden Aufgaben machen - beim THC war deutlich zu sehen, was Herbert Müller mit "viel Arbeit in einer Umbruchphase" meint.

Stimmen zum Spiel:

Herbert Müller (THC): Wir haben gut in der Abwehr gestanden. Im Angriff haben wir zu viel liegen lassen. Wir müssen noch schneller und konzentrierter spielen. Sechs verworfene Strafwürfe dürfen natürlich nicht passieren. Solche Chancen dürfen wir in anderen Spielen nicht liegen lassen.

Aleksandar Knezevic (FAG): Glückwunsch. Wir haben die erste Halbzeit lange mithalten können. Dann haben wir den Faden verloren und lagen schnell hoch zurück. Am Ende haben wir uns nochmal zurück gekämpft.
 
Thüringer HC: Dinah Eckerle, Jana Krause, Lucie Satrapova; Natalia Reshetnikova (1), Beate Scheffknecht, Sonja Frey (2), Eliza Julia Buceschi (4), Crina Pintea, Meike Schmelzer, Danick Snelder (2), Iveta Luzumova (2), Katrin Engel (5), Marieke Blase, Svenja Huber (8/3), Kerstin Wohlbold (1), Audrey Deroin (1).

FA Göppingen: Jessica Jochims, Edit Lengyel; Anja Brugger (2), Maxime Struijs (4/2), Maja Zrnec, Julia Schraml, Prudence Georg Kinlend (3), Iris Guberinic, Anika Leppert (2), Lina Krhlikar (1), Klaudia Pielesz (6).
 
Strafwürfe:       9/3 - 2/2
Zeitstrafen:    1    - 2
Zuschauer:    1100 (ausverkauft)
Schiedsrichter:    Martin Thöne / Marijo Zupanovic

 
30.12.2015 19:30 VfL Oldenburg - SG BBM Bietigheim 34:28 (13:14)

Vor 1920 begeisterten Zuschauern in der Oldenburger EWE-Arena kämpft der VfL Oldenburg in einer langen Zeit packenden und engem Spitzenspiel SG BBM Bietigheim mit 34:28 nieder und zieht in der Tabelle an den Gästen vorbei. Damit beendet der VfL das Jahr 2015 als Tabellenvierter. Wobei der am Ende relativ klare Sieg auch für VfL-Trainer Leszek Krowicki ein wenig zu hoch ausgefallen ist und den Spielverlauf nicht ganz wiederspiegelt. „Ich bin froh und stolz über unseren Auftritt, aber wir waren keine sechs Tore besser als Bietigheim. Wir hatten nur am Ende einige sehr gute Aktionen wo alles passte“, freute sich der VfL-Trainer.  

Nachdem vor Spielbeginn die niederländischen Vizeweltmeister Kelly Dulfer (VfL), Tess Wester, Martine Smeets und Angela Malestein (alle SG BBM Bietigheim) von VfL-Geschäftsführer Peter Görgen geehrt worden waren, war es nach 40 Sekunden mit Martine Smeets eine von ihnen die zum 1:0 für die Gäste einwerfen konnte. Zunächst scheiterten die Angriffsversuche der VfLerinnen an einer gut aufgelegten Tess Wester und der aufmerksamen Bietigheimer Abwehr, bevor Kim Birke in der 3. Minute den ersten VfL-Treffer zum 1:2 erzielte. Zuvor hatte Nina Wörz auf 2:0 für die Gäste erhöht. Den Ausgleich für die Gastgeberinnen erzielte zwei Minuten später Annika Meyer vom Kreis. Erneut konnte die Gäste in der Folge einen zwei Tore Vorsprung herausspielen und mit 5:3 in Führung gehen. Durch Tore von Inger Smits und einem Doppelschlag von Angie Geschke ging der VfL nach zehn Minuten erstmals mit 6:5 in Führung. Erneut Inger Smits per Tempogegenstoß sorgte kurze Zeit später für die erste Zweitoreführung (7:5) der Grün-Weißen. Nicht zuletzt dank hervorragender Torhüterleistungen auf beiden Seiten konnte sich keines der beiden Teams in dieser Phase des Spiels absetzen und die Führung wechselte mehrfach. Mehr als zwei Tore Vorsprung spielten beide Mannschaften nicht heraus. Beim Stande von 11:11 mussten mit Fabiana Diniz und Nina Wörz innerhalb von zwanzig Sekunden gleich zwei Gästespielerinnen für zwei Minuten auf die Bank. Der VfL zog daraus aber keinen Vorteil. Beim Stande von 12:12 war die SG BBM Bietigheim wieder komplett und ging seinerseits durch einen Doppelschlag von Antje Lauenroth mit 14:12 in Führung. Inger Smits stellte eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit per Siebenmeter den 13:14 Pausenstand her. „Das waren ausgeglichene 30 Minuten, in denen es auf unserer Seite aber zu viele Einzelaktionen gegeben hat. Wir haben aber genug Beweise gesehen, dass wenn wir das ein oder andere verbessern, wir Bietigheim heute schlagen können“, so Krowicki nach dem Spiel.

Den ersten Treffer der zweiten Hälfte erzielten die Gäste per Siebenmeter in der 31. Minute durch Martine Smeets, dem überhaupt erst zweiten in diesem Spiel. Im Gegenzug war es erneut Inger Smits die den ersten Treffer des VfL im zweiten Umgang erzielen konnte. In der 33. Minute dann die erste drei Tore Führung der Gäste durch einen Doppelschlag von Martine Smeets zum 17:14. Dies wirkte für das Team um Angie Geschke offensichtlich wie ein Weckruf. Sechs Tore innerhalb von vier Minuten, darunter ein sehenswerter Wurf aus der Hüfte von Geschke, machten aus einem Drei Tore Rückstand eine 20:17 Führung. Aber die Gäste aus Bietigheim ließen sich nicht abschütteln und glichen in der 42. Minuten zum 21:21 erneut aus. Mittlerweile hatte Louise Egestorp Julia Renner im Tor des VfL abgelöst und passte sich nahtlos dem hohen Niveau der beiden anderen Torhüterinnen an. Mit ihrer Rettungstaten gab sie der VfL-Abwehr die nötige Sicherheit um vorne erneut einen drei Tore Vorsprung herauszuwerfen. Zwar konnten die Gäste durch Nina Wörz in der 49. Minute noch einmal auf 25:24 verkürzen, aber ein erneuter Ausgleichstreffer sollte ihnen nicht mehr gelingen. Angetrieben von einer immer besser ins Spiel kommenden Mannschaftsführerin Angie Geschke und der überragenden Inger Smits bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung immer weiter aus. Über die Zwischenstände 27:24, 30:25 und 31:28 war es Annika Meyer die eine Minute vor Abpfiff den 34:28 Endstand herstellte.

„Wir wollten in der zweiten Hälfte unsere Angriffe länger ausspielen, was wir auch gemacht haben. Das hat aber dazu geführt, dass wir häufig am Rande eines Zeitspiels waren. Aber wir hatten ja zum Glück eine Inger Smits die in diesen Situationen aufs Tor geworfen und auch getroffen hat“, lobte der VfL-Trainer seine mit 11 Treffern beste Torschützin an diesem Abend. Aber auch für Kim Birke war er einmal mehr voll des Lobes. „Kim hat einmal mehr gezeigt, dass sie derzeit die beste Linksaußen in Deutschland ist“.

Als Werbung für den Handballsport sah Gästetrainer Martin Albertsen das Spiel beider Teams und war voll des Lobes für den VfL und seine Zuschauer. „Es war das wie erwartet enge Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir sehr, sehr gut angefangen. Was wahrscheinlich nicht so gut war, denn am Ende haben wir ja verloren. Gefühlt haben wir teilweise sehr gute Sachen gemacht, aber dann hat doch immer eine Oldenburgerin die Hand davor gehabt und der VfL hat dann die Tore gemacht. Wir waren heute einfach nicht gut genug für den VfL und seine Zuschauer die für eine gute Stimmung in der Halle gesorgt haben“. 

Für den VfL geht es bereits am Samstag weiter. Dann sind sie zu Gast bei den Vipers aus Bad Wildungen. Am Tag darauf empfängt Bietigheim Borussia Dortmund in eigener Halle.

VfL Oldenburg: Renner, Egestorp – Schnack 1, Meyer 6, Prante, Birke 5, Smits 11/4, Dulfer 1, Schirmer 1, Behrend, Geschke 8, Hartstock 1

SG BBM Bietigheim: Roch, Wester – Diniz 1, Visser 5/3, Lauenroth 4, Mack, Wörz 7, Smeets 5, Baudoin 3, Baun Eriksen, Hundahl, Müller 1, Malestein 1, Anastacio 1, Larsen Poulsen

 
30.12.2015 19:30 Füchse Berlin - SVG Celle 22:17 (13:7)
 
Auch das vierte Spiel in Folge konnten die Spreefüxxe Berlin für sich entscheiden. Gegen die SVG Celle gelang den Berlinerinnen ein 22:17-Erfolg vor heimischer Kulisse. Damit verbucht man nach neun Spieltagen acht Zähler und feiert den Jahreswechsel auf dem 8. Tabellenplatz.

Das Spiel begann für die Spreefüxxe nach Maß. Bereits nach knapp sieben Minuten griff SVG-Trainer Martin Kalbe zur Time-Out-Karte. Nach Toren von Beier, Tegstedt und Stuparicova startete man einen 5:1-Lauf. So setzte sich das Bild erstmal fort. Nach 15 Minuten gab es bereits Auszeit Nummer 2 auf Seiten der Gastgeber, diesmal beim Stand 10:3 für die Spreefüxxe. Durch eine stark aufgelegte Juliane Hedermann, die unter anderen zwei Siebenmeter parieren konnte und einer gut agierenden Deckungsarbeit konnte man befreit nach vorne aufspielen. Bis zur Halbzeit war es dann ein auf und ab mit vielen Fehlern auf beiden Seiten, sodass es mit 13:7 in die Pause ging. Die zweite Hälfte gehörte dann der SVG Celle. Die Spreefüxxe ließen sich deren Spiel aufzwingen. In der Abwehr war man nun nicht mehr ganz so konzentriert und auch vorne waren es nur noch Einzelaktionen, die zum Erfolg führten. So war Celle fünf Minuten vor Ende auf zwei Tore Abstand herangekommen. Doch die Schlussphase gehörte dann erneut den Berlinerinnen. Mit einem 3:0-Lauf setzte man sich erneut auf fünf Tore ab und feiert einen Tag vor dem Jahreswechsel zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Trainer Lars Melzer zeigte sich nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Nach der Pause war es wichtig wieder gut ins Spiel zu finden. Wir hatten einen super Start hingelegt, dann allerdings etwas nachgelassen. Beide Torhüterinnen zeigten eine starke Leistung. Ich bin froh, dass wir punkten konnten und jetzt etwas gelassener in die nächsten schweren Partien gehen können.“

Für die Spreefüxxe Berlin geht bereits am kommenden Sonntag bei den Frauen von Frisch auf Göppingen weiter. Das nächste Heimspiel steigt dann am Mittwoch, den 20. Januar 2016, gegen den Thüringer Handballclub.

Torschützinnen Berlin: Gustin (6/2), Beier (5), Stuparicova (3), Sviridenko (2), Schoenaker (2), Tegstedt (2), Linke (1), Blödorn (1).


30.12.2015 19:30 TSV Bayer 04 Leverkusen - HSG Bad Wildungen Vipers 36:26 (17:14)
 
Es gab an diesem vorletzten Tag des Jahres 2015 zwei ausgesprochen gute Nachrichten für alle Anhänger und Freunde der Leverkusener Werkselfen: Die Mannschaft von Trainerin Renate Wolf zog den Bad Wildungen Vipers vor der tollen Kulisse von 1600 Zuschauern mit 36:26 (17:14) den Zahn - und nach neun Monaten Verletzungspause feierte Anne Jochin in der zweiten Halbzeit ein stürmisch bejubeltes Comeback, das sie auch noch mit einem Tor krönte. "Ich bin sehr froh, dass Joschi wieder dabei ist", sagte Renate Wolf, die nach dem Kreuzbandriss aber auch noch um etwas Geduld für Jochin warb: "Nach so einer Verletzung muss man sich langsam herantasten, aber Joschi hat sich heute schon gut eingefunden und wird schnell wieder ihreTopform erreichen."

In eben dieser Topform präsentierte sich gegen die Vipers Kim Naidzinavicius. Die Nationalspielerin erzielte zwölf Tore, davon sechs Siebenmeter, und glänzte darüber hinaus als Anspielstation, Ballverteilerin und trickreiche Spielgestalterin. "Kim hat einfach ein geiles Spiel gemacht", lobte Renate Wolf. Von den Anspielen der großen Blonden profitierte am Kreis vor allem Jenny Karolius, die fünf Treffer erzielte und außerdem wie immer unermüdlich und effektiv im Abwehr-Innenblock überzeugte. Fünfmal traf auch Jung-Nationalspielerin Jennifer Rode, viermal trickste Linksaußen Nina Schilk den Ball in das von der Schweizer Nationalspielerin Manuela Brütsch glänzend gehütete Tor der Vipers.

Ungeachtet aller individuellen Einzelleistungen gefiel Renate Wolf die mannschaftliche Geschlossenheit ihrer Truppe. Zu Beginn kamen die Elfen zwar etwas schwer ins Rollen, doch mit der Hereinnahme der vor allem in der Abwehr sehr aggressiv zu Werke gehenden Kim Berndt gewannen die Gastgeberinnen mehr Stabilität und bauten aus einer sicheren Defensive heraus ihre Führung Tor um Tor aus. "Wir haben alle Aufgaben gelöst", sagte Renate Wolf: "Wir haben die 5:1-Deckung der Vipers so geknackt, wie man sie knacken musste, wir haben kompakt gestanden und waren sehr konzentriert." Und das, obwohl die Chefin im Vorfeld durchaus bewusst Druck aufgebaut und einen Sieg gegen Bad Wildungen als Ziel ausgegeben hatte. 

Auch im nächsten Spiel bei Aufsteiger SGH Rosengarten-Buchholz erwartet Renate Wolf einen Sieg ihrer Mannschaft. Danach folgt das schwere Gastspiel beim HC Leipzig, ehe am 17. Januar um 16.00 Uhr die HSG Blomberg-Lippe Gegner im nächsten Heimspiel ist. Weiter geht es auswärts gegen die SVG Celle (23. Januar) und zu Hause gegen Frisch Auf Göppingen (31. Januar/16.00 Uhr). "Mit Ausnahme von Leipzig müssen wir gegen diese Mannschaften punkten", fordert Wolf: "Und wenn uns das gelingt, dann ist die Welt auch in Ordnung." 

Tore für Leverkusen: Naidzinavicius (12/6), Karolius (5), Rode (5), Schilk (4), Berndt (2), Adams (2), Heldmann (2), Jochin (1), Glankovicova (1), Seidel (1), Adeberg (1)

Tore für Bad Wildungen: Mihai (8/1), van Gulik (6/4), Schmidt-Robben (4), Bolze (3), Cioca (2), Busch (2), Nagy (1)

Schiedsrichter: Ramesh und Suresh Thiyagarajah
Zuschauer: 1600

Quelle: Vereine
Autor: Handball.de
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