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Buxtehude gewinnt in Frankfurt und verteidigt Tabellenspitze

Isabell Kaiser
Isabell KaiserFoto: Buxtehuder SV
05.01.2013 - 20:03 Uhr

Der Buxtehuder SV hat das Auswärtsspiel beim HC Frankfurt/Oder in beeindruckender Manier mit 29:18 (13:6) gewonnen und die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga Frauen verteidigt. 

Gerade mal mit sechs Feldspielerinnen aus dem eigentlichen Bundesliga-Kader war der Vizemeister an die Oder gereist, Jana Stapelfeldt (Bänderriss im Sprunggelenk) und Janne Wode (Grippe) standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Und als wäre das nicht genug, musste der BSV ab der 15. Minute sogar noch auf Kreisläuferin Marcella Deen verzichten, die mit einer aufgeplatzten Lippe zum Nähen ins Krankenhaus gefahren wurde. Doch nichts scheint derzeit die personell so arg gebeutelten Norddeutschen aus dem Konzept zu bringen, die verbliebenen Spielerinnen (unter ihnen zwei A-Jugendliche) kämpften aufopferungsvoll und ernteten als Belohnung zwei nicht unbedingt eingeplante Punkte. Vor fünf Tagen erst hatte der FHC an gleicher Stelle den Deutschen Meister Thüringer HC geschlagen (27:26). 

Buxtehude startete ohne Druck in dieses Spiel, lag die Favoritenrolle nach dem starken Auftritt Frankfurts vor einer Woche und der nicht enden wollenden Verletztenmisere der Gäste doch eher bei der Mannschaft von Trainer Dietmar Schmidt. Der BSV überraschte die Gastgeberinnen mit einer sehr effektiven, offensiven Deckung und einer blendend aufgelegten Antje Lenz im Tor. Außerdem begann Sarah Lamp für die noch grippegeschwächte Katja Langkeit auf der Rückraum Mitte. Das Konzept von BSV-Trainer Dirk Leun ging auf, Buxtehude führte schnell mit 7:3. 

Beim Stand von 9:4 nach 15 Minuten dann der nächste Schock: bei einem Konter wird Marcella Deen von einer Gegenspielerin bedrängt und schlägt mit dem Gesicht auf dem Hallenboden auf. Sofort musste sie vom Feld und mit einer aufgeplatzten Lippe ins Krankenhaus gefahren werden, wo sie mit sechs Stichen genäht wurde. „Zum Duschen war sie pünktlich wieder zurück“, scherzte ein gut aufgelegter Manager Peter Prior nach dem Spiel. 

Doch statt jetzt einzubrechen wurde der BSV noch stärker. Dirk Leun beorderte Isabell Kaiser aufs Feld und wechselte im Angriff Katja Langkeit für Sarah Lamp ein. Buxtehude baute seinen Vorsprung sogar auf 12:4 (22.) aus und ging mit einer sicheren 13:6-Führung in die Halbzeit. 

Auch nach der Pause übernahmen sofort die Gäste das Kommando. Drei Tore in Folge durch Isabell Kaiser, Friederike Lütz und Katja Langkeit bedeuteten in der 35. Minute die erste Zehn-Tore-Führung für den BSV, der Wille und die Gegenwehr der Frankfurterinnen waren endgültig gebrochen. Und da Buxtehude im Vergleich zur Partie in Koblenz diesmal in der letzten Viertelstunde keinen Einbruch erlitt, was angesichts des Mini-Kaders nicht verwunderlich gewesen wäre, konnte Trainer Dirk Leun In den letzten zehn Minuten sogar noch seinen zwei A-Jugendlichen Vanessa Kohler und Julia Ammann Spielanteile geben, Vanessa Kohler dankte es sogar mit einem Tor. 

Am Ende feierte die Mannschaft gemeinsam mit den rund 40 mitgereisten Fans einen sensationellen 29:18-Erfolg und die verteidigte Tabellenführung. Trainer Dirk Leun: „Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Was meine Mannschaft derzeit leistet und auch heute wieder gezeigt hat, kann man gar nicht hoch genug bewerten.“ 

Stimmen zum Spiel:

Dirk Leun (Trainer Buxtehuder SV):
"Der Schlüssel zum Erfolg war heute ganz sicher unsere Deckung und Antje Lenz im Tor. Ich denke, die Frankfurterinnen haben die Partie heute nach dem Erfolg über den THC etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen und wurden dafür bestraft. Meine Mannschaft hat konzentriert gespielt und die mentale Schwäche des Gegners genutzt."

Dietmar Schmidt (Trainer Frankfurter HC):
"Mit der offensiven Abwehr von Buxtehude sind wir einfach nicht zu Rande gekommen. Zudem haben wir schlecht geworfen und den Gegner stark gemacht. Das Umkehrspiel hat nicht funktioniert, die Mannschaft hat in ihrer Gesamtheit versagt. Wir müssen die Partie jetzt gründlich analysieren und bis zum Oldenburg-Spiel am Mittwoch den Kopf frei bekommen."

Frankfurter HC: Herrmann, Burrekers –Schneider 1, Wegner 1, van Cappelle, Gubernatis 2/1, Scheidemann 2, Uchibayashi 2, Jochin 2, Beier 6, Rost 2, Jäger, Domann, Trainer: Schmidt

Buxtehuder SV: Lenz, Krause – Deen 2, Lütz 4, Fischer 5/5, Kaiser 2, Ammann, Kohler 1, Lamp 1, Langkeit 3, Oldenburg 5, Hayn 6, Trainer: Leun

Siebenmeter: FHC 3/1, BSV 6/5, Strafminuten: FHC 8, BSV 0
Schiedsrichter: Geipel, Helbig (Halle, Landsberg)
Zuschauer: 1216

Spielfilm: 2:2 (5.), 3:6 (10.), 4:9 (15.), 4:11 (20.), 5:12 (25.), 6:13 (HZ), 6:16 (35.), 7:17 (40.), 10:19 (45.), 13:23 (50.), 15:26 (55.), 18:29 (EN).

Quelle: Buxtehuder SV / Frankfurter HC
Autor: Handball.de
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