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Bundestrainer Jensen muss auf Maßnahme in Heidelberg verzichten

07.01.2013 - 19:57 Uhr

Der für die Zeit vom 14. bis zum 16. Januar in Heidelberg geplante Lehrgang der Frauen-Nationalmannschaft ist abgesagt worden. Der Buxtehuder SV, Tabellenführer der Bundesliga, und auch der TSV Bayer 04 Leverkusen haben ihre nominierten Spielerinnen nicht freigestellt. „Bei allem Verständnis für die Nöte der Vereine und beispielsweise meines Kollegen Dirk Leun - das ist eine absolut unbefriedigende Situation”, sagt Bundestrainer Heine Jensen. „Mit der Nationalmannschaft bewegen wir uns in dem vorgegebenen, mit der Liga abgesprochenen Terminrahmen. Der Verzicht auf die Maßnahme ist ärgerlich.”

Der Lehrgang im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar sollte parallel zur Maßnahme der Juniorinnen stattfinden. Da die im Ausland beschäftigten Spielerinnen ohnehin nicht für eine Teilnahme in Frage kam und die Liga bereits das Nachholspiel des HC Leipzig gegen den Frankfurter HC angesetzt hatte, entschied sich Jensen konsequent für ein Aufgebot mit viel Perspektive. Neben den EM-Teilnehmerinnen Marlene Zapf, Friederike Lütz und Kim Naidzinavicius sollten zum Beispiel Xenia Smits (18) und Shenia Minewskja (20) weitere Schritte auf dem langen Weg in die A-Nationalmannschaft zurücklegen.

Irritiert ob der Absage des Lehrgangs zeigten sich auch DHB-Sportmanager Heiner Brand und Horst Bredemeier, DHB-Vizepräsident Leistungssport. „Dass Buxtehude und Leverkusen die Spielerinnen nicht freigestellt haben, steht im krassen Widerspruch zur stets hohen Erwartungshaltung an unsere Frauen-Nationalmannschaft”, sagt Brand. „In diese müssen alle Beteiligten investieren, wenn wir unsere langfristigen und hoch gesteckten Ziele mit den Olympischen Spielen 2016 und der Heim-Weltmeisterschaft 2017 erreichen wollen.” Bredemeier ergänzte: „Die EURO im Dezember hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind - aber es ist bedauerlich, dass wir diesen bei der ersten Gelegenheit schon wieder verlassen müssen. So bringen wir die weitere Entwicklung der Mannschaft und mögliche Erfolge in Gefahr.”

Heine Jensen fehlt nun zwischen EURO und der nächsten internationalen und damit verbindlichen Lehrgangswoche ein Brückenkopf. „Jeder Lehrgangstag ist für uns wichtig”, sagt der Däne. „Diesmal wäre es auch um die individuelle Vorbereitung der WM-Play-offs gegangen, aber vor allem um die langfristige Perspektive. Sonst bleibt uns unter dem Ergebnisdruck von Pflichtspielen keine Gelegenheit, Talente heranzuführen.”

Quelle: dhb.de
Autor: Handball.de
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