Startseite » Männer » 2. Bundesliga Männer » Bergische Löwen ziehen Jahresbilanz

Bergische Löwen ziehen Jahresbilanz

30.12.2012 - 18:35 Uhr

Neunzehn Spiele haben die Bergischen Löwen in der Hinrunde der Saison 2012/13 absolviert, wovon jedoch durch die zwischenzeitliche Insolvenz des SV Post Schwerin nur achtzehn Partien in die Wertung genommen wurden – der BHC überwintert mit dreizehn Siegen und fünf Niederlagen auf dem zweiten Rang der Tabelle, gleichbedeutend mit einem der drei direkten Aufstiegsplätze in die DKB Handball-Bundesliga. 

Somit befindet sich das im Sommer neu formierte Team um Cheftrainer Sebastian Hinze absolut im Soll des kürzlich durch den designierten BHC-Geschäftsführer Jörg Föste, der im neuen Jahr die Nachfolge des zum THW Kiel wechselnden Stefan Adam antritt, offiziell formulierten Ziel des direkten Wiederaufstieges in die „stärkste Liga der Welt“. 

Beeindruckend, wie schnell sich die Bergischen Löwen nach insgesamt zehn Abgängen im Sommer und mit dem, zuletzt per Blitztransfer vor dem Jahreswechsel geholten Fabian Bohnert aus Bietigheim als insgesamt siebten Neuzugang, formiert und gefunden haben – dem Auftakterfolg gegen Nordhorn und einer Niederlage beim aktuellen Tabellenführer TV Emsdetten folgte eine unglaubliche Serie von elf Siegen in Folge, mit der sich der BHC zwischenzeitlich den Platz an der Sonne der Liga sichern konnte. Und dies, obwohl Sebastian Hinze nur selten auf den kompletten Kader zurückgreifen konnte, musste er doch stets auf mindestens einen Akteur - aufgrund schwerer Verletzungen - teils über mehrere Wochen verzichten. 

„Wir haben uns gleich zu Beginn der Saison gut entwickelt und mit der Siegesserie eine sehr gute Phase gehabt“, zeigt sich der BHC-Chefcoach durchaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Halbserie. „Darauf folgte eine Phase, bei der wir aufgrund zahlreicher Verletzungen gerade die knappen Spiele in einer ausgeglichenen Liga nicht so erfolgreich gestalten konnten, wie wir es uns vorgestellt haben, dabei aber auch unsere Grundidee haben vermissen lassen“, blickt Hinze durchaus kritisch auf den Dezember, in dem seine Bergische Löwen mit dem hervorragenden Auswärtssieg in Eisenach und einem tollen Heimsieg gegen den direkten Verfolger TV Hüttenberg glänzen konnten, aber auch vier der insgesamt fünf Niederlagen hinnehmen mussten. „Im Januar geht es darum, wie wir uns als Team weiterentwickeln – das ist das, wie man die knappen Spiele wieder für sich entscheidet und auch durch so eine Phase schadlos kommt“, weiß der Trainer, wo er im neuen Jahr mit viel Schwung den Hebel ansetzen muss. „Ich bin da absolut guter Dinge, dass wir immer einen Schritt weiter gehen und eine erfolgreiche Rückrunde sehen werden.“ 

„Ich glaube, dass wir nicht ganz zufrieden sein können – meiner Meinung nach haben wir vier Minuspunkte zu viel auf dem Konto“, zeigte sich BHC-Spielmacher Alexander Oelze bei seiner Bilanz selbstkritisch. „Es bleibt uns nichts anderes übrig, als in der Vorbereitung wieder hart an uns zu arbeiten und es in der Rückrunde besser zu machen“, lässt „Ali“ das Löwenherz bereits in der Winterpause kämpferisch pochen.  

Ähnlich sieht es Linksaußen Richard Wöss, der „auf einige unnötige Niederlagen“ zurückblickt, „ohne die wir durchaus zwei bis vier Punkte mehr hätten holen können, sogar müssen. Aber wir stehen auf einem Aufstiegsplatz und müssen das, was wir in der Hinrunde schlecht gemacht haben in der Rückrunde einfach besser machen.“ 

Auch sein Gegenüber, Linksaußen Christian Hoße trauert in seiner Hinrundenbilanz bis zu vier verlorenen Punkten hinterher, doch „es hilft alles nichts, wir müssen eine gute Vorbereitung absolvieren, uns eine gute Ausgangsposition bringen und wieder voll angreifen, zeigt sich „Hossi“ angriffslustig. 

„Dass wir richtig gut gestartet sind, hat Jeder mitbekommen, geraten aber zum Ende des Jahres in einige Probleme – auf ein tolles Heimspiel gegen Hüttenberg folgt dann eine grottenschlechte zweite Halbzeit hier in Ludwigsburg gegen Bietigheim“, zeigte sich Torhüter Mario Huhnstock zunächst etwas ratlos, nahm dann aber die psychische Komponente mit in die Analyse auf: „In der Winterpause muss sich nun jeder Einzelne selbst hinterfragen, was da los war, wie Jeder daran etwas ändern kann. Ich hoffe, dass wir im neuen Jahr mindestens genauso gut starten können, wie in der Hinrunde – das Ziel Aufstieg wollen wir dabei nicht aus den Augen verlieren!“ 

„Alles in Allem sind wir auf dem richtigen Weg, es fehlen hier und da einige Kleinigkeiten, die uns gerade in den letzten Spielen ein wenig zu schaffen gemacht haben und wir weiter daran arbeiten müssen“, ordnet Routinier Michael Hegemann die kleine Schwächephase im Dezember nüchtern ein. „Wir haben eine richtig gute Ausgangssituation für die Rückserie, aus der wir uns weiterentwickeln wollen um dann den Aufstieg perfekt zu machen.“

  •  
  • 0 Kommentar(e)

  •  

Du hast keine Berechtigung einen Kommentar zu hinterlassen. Melde Dich hier an.

Zurück

Handball-Vereins-App