Bayer-Handballerinnen wollen beim Meister zwei Serien verteidigen
2012 kann sich aus Sicht der Handballerinnen von Bayer Leverkusen auch nach dem Achtelfinale im EHF-Pokal weiter sehen lassen. Mit dem 51:44 (29:22, 22:22)- Erfolg gegen den russischen Vertreter Astrachanotschka Astrachan tanzen die Elfen weiterhin auf drei Hochzeiten und wollen ihre gute Form nun auch in der Liga am Samstag (18 Uhr) gegen den Thüringer HC unter Beweis stellen.
"Wir sind gut drauf und wollen uns auch in Thüringen nicht verstecken", sagte Bayer-Trainerin Renate Wolf vor dem Duell mit dem deutschen Meister. Die Zuschauer in der Salza-Halle dürfen sich auf ein interessantes Duell freuen: Der Doublesieger, in der Liga vor heimischer Kulisse noch ohne Niederlage und Punktverlust, trifft auf die auswärts noch ungeschlagenen Rheinländerinnen. Eine Serie wird am Samstag reißen.
Die Favoritenrolle schiebt Wolf trotz der zuletzt überzeugenden Leistungen dem Meister zu. "Thüringen steht zu Hause unter Druck, wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen", so die ehemalige Nationalspielerin und ergänzte: "Nach dem Ausscheiden im Pokal werden sie ihre ganze Kraft in die Meisterschaft legen."
Nach zwei Titeln im letzten Jahr mussten die Thüringerinnen in dieser Spielzeit das Wort Titelverteidigung, zumindest im DHB-Pokal, früh ad acta legen. In einer Neuauflage des letztjährigen Finals setzte es gegen den Buxtehuder SV eine bittere 28:37-Pleite. In der Liga hingegen thront die Mannschaft von Trainer Herbert Müller mit nur zwei Niederlagen an den Tabellenspitze und will mit einem Sieg gegen die Elfen die Tabellenführung behaupten. "Wir wollen die Steilvorlage, die uns Buxtehude mit dem Sieg gegen Leipzig gegeben hat, nutzen und die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-offs", sagte Müller.
Vor dem kommenden Gegner hat der Mathematikdozent großen Respekt, auch weil die eigene Mannschaft derzeit nicht so souverän auftritt wie im Vorjahr. "Leverkusen hat für mich neben Leipzig den besten Kader der Liga. Sie sind sehr homogen und können sich vor allem auf die Wurfkraft von Laura Steinbach verlassen", sagte Müller.
Worte, die die Elfen sicher gerne hören, sich davon aber nicht beeindrucken lassen wollen. "Wir sind gut drauf und wir freuen uns auf dieses Spitzenspiel und diese Herausforderung", erklärte Wolf. Die Bayer-Handballerinnen strotzen vor Selbstbewusstsein und wollen in Thüringen nicht nur ihre Auswärtsserie ausbauen. Als einziger Erstligist ist man im Jahr 2012 nämlich noch gänzlich ohne Niederlage. Diese Serie soll auch nach der Partie beim Meister weiter bestand haben.
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