10 Fragen an...Maximilian Holst (22, TV Großwallstadt)
Zoom- Maximilian Holst in AktionFoto: Hartmut Gratz
„Kleiner Mann ganz groß“ titelte die Rheinische Post bereits im Jahre 2010. Mit einer Körpergröße von 180 cm hat Maximilian Holst nicht unbedingt die typische Größe eines Rückraumspielers. Trotzdem war er mit 118 Toren der erfolgreichste Torschütze des DHC Rheinland in der Saison 2010/2011. Da war es kaum verwunderlich, dass der 22-Jährige ins Blickfeld vom bayrischen Erstligisten TV Großwallstadt geriet, wo er seit Sommer 2011 unter Vertrag steht. Er passe als junger deutscher Spieler gut in das sportliche Konzept, sagte damals Vorstandschef Guido Heerstraß über die Verpflichtung.
Maximilian Holst beantwortete nun unsere 10 Fragen und erzählte unter anderem von seinem ersten Tor in der Bundesliga, seiner Liebe zum Strand und seinem Wunsch, eines Tages im Ausland zu spielen.
Zoom- Maximilian Holst vom TV GrosswallstadtFoto: Hartmut Gratz
1. Mein Spitzname ist… Einen richtigen Spitznamen habe ich nicht. Man nennt mich meistens Max, das ist kurz genug.
2. Darum spiele ich Handball… Es ist meiner Meinung nach der dynamischte, interessanteste und spannendste Ballsport. Der Sport liegt bei mir in der Familie. Mein Vater Armin Holst spielte ebenfalls in Dornagen in der Bundesliga. In meiner Familie haben praktisch alle Männer, auch mein Onkel und meine Cousins, Handball gespielt. Im Alter von sechs Jahren habe ich ebenfalls angefangen.
3. Wenn ich kein Handballer geworden wäre, dann wäre ich jetzt… vielleicht Tennisspieler. Bis ich 15 Jahre alt war, habe ich Tennis gespielt. Dann musste ich mich zwischen Handball und Tennis entscheiden. Handball gefiel mir letztendlich besser, weil es ein Mannschaftssport ist. Ansonsten könnte ich mir gut vorstellen, beruflich etwas mit Sprachen zu machen. Ich studiere International Business, komplett englischsprachig und zudem mit spanischen Anteilen. Im Sommer oder im Herbst dieses Jahres werde ich fertig sein. Einen Beruf in der Wirtschaft, kombiniert mit Sprachen, könnte ich mir gut vorstellen.
4. Mein Vorbild ist… In meiner Kindheit war es Nikolaj Jacobsen, der damals beim THW Kiel spielte. Ich hatte mir dessen Trikot zum Geburtstag gewünscht und auch bekommen. Damals war ich acht oder neun Jahre alt, ein großer Kiel Fan, und Jacobsen war mein Lieblingsspieler. Außerdem habe ich früher Lars Christiansen sehr bewundert.
5. Meine sportlichen Ziele, die ich noch erreichen möchte… Ich möchte noch lange in der Bundesliga spielen und verletzungsfrei bleiben. Außerdem ist es ein großes Ziel, einmal für die deutsche A-Nationalmannschaft auflaufen zu dürfen. Ich habe bereits für die Jugend- und Juniorennationalmannschaft gespielt, unter anderem unter dem heutigen Bundestrainer Martin Heuberger. In Deutschland gibt es viele gute Linksaußen, daher ist das eine schwierige Position in der Nationalmannschaft. Ich muss mich weiterentwickeln, konstanter werden und auf ein höheres Niveau kommen. Aber ich bin noch jung, ich kann noch viel tun.
6. Der schönste Moment in meinem Leben war bisher… Mein erstes Tor in der Bundesliga. Ich war damals 18 oder 19 Jahre alt, wir hatten damals ein Auswärtsspiel in Flensburg. Eine Viertelstunde vor Schluss durfte ich in der “Hölle Nord” spielen und einen Siebenmeter werfen. Es war ein einschneidendes Erlebnis, vor solch einer Kulisse zu spielen.
7. Auf diese Gegenstände kann ich am wenigsten verzichten… Auf meine Badehose und meine Sonnenbrille. Ich bin ein Sommerurlaubs-Typ. Wann immer es geht, fahre ich ans Meer und mache Strandurlaub.
8. Ein Traum, den ich mir gerne noch erfüllen möchte… Eine Reise nach Neuseeland und Australien wäre ein Traum. Naheliegender ist allerdings der Traum, mein Studium bald zu beenden, damit ich mich zu 110 Prozent auf Handball konzentrieren kann.
9. Mein Tipp für Nachwuchsspieler… Immer am Ball bleiben, ehrgeizig bleiben, aber trotzdem niemals den Spaß verlieren. Denn wenn man keinen Spaß mehr hat, kann man sich nicht mehr weiterentwickeln. Wichtig ist auch, dass man die Schule, die Ausbildung oder das Studium nicht vernachlässigt. Leider lassen sich im Handball nicht die großen Gelder wie im Fußball oder manch anderen populären Sportarten verdienen.
10. In 10 Jahren… bin ich 32 Jahre alt und werde hoffentlich weiterhin Handball spielen. Ich würde gerne irgendwann einmal im Ausland aktiv sein. Vielleicht wäre im Alter von 32 oder 33 Jahren der richtige Zeitpunkt dafür. Die Ligen in Spanien und Frankreich wären natürlich sehr interessant. Aber auch die skandinavischen Ligen würden mich reizen.
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